Wann sich der Kontowechsel lohnt
Viele Banken haben in den letzten Jahren Kontoführungsgebühren eingeführt oder erhöht. Wer monatlich 5 bis 10 Euro für sein Girokonto zahlt, gibt dafür 60 bis 120 Euro im Jahr aus – während gute Direktbanken vergleichbare Leistungen kostenlos anbieten. Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn:
- Ihre Bank Kontoführungsgebühren verlangt, obwohl Sie regelmäßige Geldeingänge haben,
- Sie für Girocard oder Kreditkarte extra zahlen,
- das Geldabheben nur eingeschränkt kostenlos ist,
- der Dispozins deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.
So funktioniert der gesetzliche Kontowechselservice
Seit dem Zahlungskontengesetz (ZKG) von 2016 haben Sie einen Rechtsanspruch auf Unterstützung beim Kontowechsel. Beauftragen Sie den Service bei der neuen Bank, läuft Folgendes automatisch ab:
- Die alte Bank übermittelt innerhalb von 5 Geschäftstagen eine Liste aller Daueraufträge und der Lastschriften der letzten 13 Monate.
- Die neue Bank richtet die Daueraufträge ein und informiert Lastschrift-Einreicher (Strom, Miete, Streaming, Versicherungen) über die neue IBAN.
- Auf Wunsch kündigt die neue Bank das alte Konto zum gewünschten Termin und lässt das Restguthaben übertragen.
Viele Banken bieten zusätzlich einen digitalen Kontowechselservice an, der per Online-Banking-Login die Zahlungspartner der letzten Monate erkennt und anschreibt – das geht oft noch schneller als der gesetzliche Weg.
Anleitung: In 3 Schritten wechseln
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Neues Konto eröffnen
Passendes Konto im Girokonto-Vergleich finden und online eröffnen. Die Legitimation per VideoIdent dauert wenige Minuten.
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Kontowechselservice beauftragen
Im Online-Banking der neuen Bank den Kontowechselservice starten. Daueraufträge und Lastschriften ziehen automatisch um; Arbeitgeber für die Gehaltszahlung informieren.
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Altes Konto schließen
Das alte Konto noch 4–8 Wochen parallel laufen lassen, dann kündigen. Die Kündigung ist kostenlos, Restguthaben wird gebührenfrei übertragen.
Checkliste für den reibungslosen Wechsel
- Arbeitgeber, Krankenkasse und ggf. Behörden (Kindergeld, Rente) über die neue IBAN informieren
- Daueraufträge prüfen: Miete, Sparpläne, Unterhalt
- Lastschriften prüfen: Strom/Gas, Telefon, Versicherungen, Streaming, Fitnessstudio, Vereine
- Hinterlegte Zahlungsdaten aktualisieren: PayPal, Amazon, App-Stores, Online-Shops
- Jahreszahler nicht vergessen: Kfz-Versicherung, Vereinsbeiträge, Abos mit jährlicher Abbuchung
- Letzten Kontoauszug des alten Kontos sichern (für Unterlagen und Steuer)