Wann sich der Wechsel lohnt
Am größten ist das Sparpotenzial für Haushalte in der Grundversorgung – dem Standardtarif des örtlichen Versorgers, in den jeder automatisch fällt, der nie gewechselt hat. Grundversorgungstarife gehören fast überall zu den teuersten am Markt. Aber auch wer bereits in einem Sondertarif ist, zahlt nach Ablauf des ersten Vertragsjahres oft zu viel: Der Neukundenbonus ist weg, und viele Anbieter heben die Preise für Bestandskunden schrittweise an.
Als Faustregel gilt: Einmal pro Jahr vergleichen – idealerweise sechs bis acht Wochen vor Ablauf der Mindestlaufzeit oder sofort, wenn eine Preiserhöhung angekündigt wird.
Anleitung: In 3 Schritten wechseln
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Verbrauch ermitteln und vergleichen
Den Jahresverbrauch in kWh finden Sie auf der letzten Abrechnung (Richtwerte: 1 Person ca. 1.500 kWh, 4 Personen ca. 4.000 kWh). Mit PLZ und Verbrauch zeigt der Stromvergleich alle Tarife für Ihre Region.
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Neuen Tarif abschließen
Wählen Sie den Wunschtarif und beauftragen Sie ihn online. Sie brauchen nur Zählernummer und den Namen des bisherigen Anbieters.
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Kündigung dem neuen Anbieter überlassen
Der neue Anbieter kündigt beim alten und meldet den Wechsel beim Netzbetreiber an. Sie erhalten eine Bestätigung mit dem Lieferbeginn – fertig.
Kündigungsfristen und Sonderkündigungsrecht
- Grundversorgung: Jederzeit mit nur 2 Wochen Frist kündbar – der schnellste Weg in einen günstigeren Tarif.
- Sondertarife: Es gelten Mindestlaufzeit (meist 12 Monate) und Kündigungsfrist (häufig 1 Monat). Nach der Erstlaufzeit ist monatlich kündbar.
- Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung: Kündigt Ihr Anbieter eine Erhöhung an, dürfen Sie bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. In diesem Fall am besten selbst kündigen (nachweisbar per E-Mail) und parallel den neuen Vertrag abschließen.
Tarif-Tipps: Bonus, Preisgarantie & Fallstricke
- Neukundenbonus einpreisen, aber nicht drängeln lassen: Boni machen das erste Jahr günstig – entscheidend ist der Preis ab dem zweiten Jahr. Wer jährlich wechselt, nimmt den Bonus jedes Jahr mit.
- Preisgarantie mindestens 12 Monate: Sie schützt vor Erhöhungen während der Erstlaufzeit. „Eingeschränkte“ Garantien klammern staatliche Umlagen aus – das ist marktüblich und akzeptabel.
- Kurze Laufzeiten wählen: 12 Monate Laufzeit plus maximal 1 Monat Kündigungsfrist halten Sie flexibel.
- Finger weg von Vorkasse- und Pakettarifen: Bei Insolvenz des Anbieters ist vorausgezahltes Geld gefährdet; Pakettarife bestrafen Abweichungen vom kalkulierten Verbrauch.
- Ökostrom mitdenken: Zertifizierte Ökostromtarife sind häufig kaum teurer – ein Blick auf die Labels lohnt.
Wer den jährlichen Vergleich nicht selbst machen möchte, kann den kostenlosen Wechselservice von remind.me nutzen – er überwacht Ihren Tarif dauerhaft und wechselt automatisch. Den Link finden Sie auf unserer Strom-Vergleichsseite.