Der direkte Vergleich
| Tagesgeld | Festgeld | |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | täglich | erst am Laufzeitende |
| Zinssatz | variabel, kann jederzeit sinken | garantiert für die gesamte Laufzeit |
| Zinshöhe | meist niedriger (außer Neukunden-Aktionen) | meist höher, steigt mit der Laufzeit |
| Sicherheit | gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Person (EU) | |
| Geeignet für | Notgroschen, kurzfristige Rücklagen | planbare Beträge für 1–5 Jahre |
Wann Tagesgeld die richtige Wahl ist
Tagesgeld ist das Zuhause für Geld, das schnell greifbar sein muss: der Notgroschen für kaputte Waschmaschinen, Autoreparaturen oder unerwartete Nachzahlungen. Als Richtwert gelten 3–6 Monatsausgaben. Der Preis für die Flexibilität: Der Zins ist variabel – was die Bank heute zahlt, kann sie morgen senken. Attraktive Neukunden-Aktionszinsen laufen meist nach 3–6 Monaten aus; wer dauerhaft gut verzinst sein will, wechselt regelmäßig („Zinshopping“).
Wann Festgeld die richtige Wahl ist
Festgeld lohnt sich für Beträge, deren Verwendung planbar ist: die Rücklage fürs Auto in drei Jahren, der Puffer für die Renovierung. Der Zinssatz wird bei Abschluss für die gesamte Laufzeit garantiert – egal, was der Markt macht. Dafür kommen Sie während der Laufzeit nicht an das Geld. Deshalb gilt: nur anlegen, was sicher entbehrlich ist, und das Laufzeitende notieren – sonst verlängern manche Banken automatisch zu schlechteren Konditionen.
Die Kombi-Strategie: Notgroschen + Zinstreppe
So kombinieren Sie beide Anlageformen optimal:
-
Notgroschen aufs Tagesgeld
3–6 Monatsausgaben bleiben täglich verfügbar – am besten bei einer Bank mit dauerhaft fairem Zins.
-
Planbare Beträge in die Zinstreppe
Den Rest auf 2–3 Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten verteilen (z. B. 1, 2 und 3 Jahre).
-
Jährlich neu entscheiden
Jedes Jahr wird ein Festgeld frei: Geld entnehmen oder zum dann besten Zins wieder anlegen – so bleiben Sie flexibel und reagieren auf Zinsänderungen.
Steuern und Freistellungsauftrag
Zinsen aus Tagesgeld und Festgeld sind Kapitalerträge: Die Bank führt automatisch 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag (und ggf. Kirchensteuer) ab. Bis 1.000 Euro Zinsertrag pro Person und Jahr (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) bleiben steuerfrei – wenn Sie der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Richten Sie ihn direkt bei der Kontoeröffnung ein und verteilen Sie ihn sinnvoll auf Ihre Banken.